Newsletter März/April 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

 

ein Haus sein, das bedeutet: eine Menschheitsfamilie sein, ein Dorf sein, ein Hof sein. Genau das möchte der Achor e.V. mit der Sanierung des Fachwerkhauses erreichen: Das märkische Mittelflurhaus soll internationale Bewohner beherbergen und zu einer Begegnungsstätte für das Dorf und die Hofbesucher werden. Die Instandsetzung ermöglicht so vieles: Durch das Anwachsen der Hofgemeinschaft hat die Tierhaltung eine Zukunft, kann das Freigelände bewirtschaftet, können ökologische Zielvorstellungen umgesetzt, Gruppen und Projekte betreut werden. Zur Belebung der Infrastruktur trägt auch der museale Aspekt bei: Das Fachwerkhaus birgt in seiner Brüchigkeit über 200 Jahre Vergangenheit in sich, hat politische Systeme und Kriegswirren überstanden und ist mit seiner schwarzen Küche ein wahres Kleinod, das nicht dem Verfall preisgegeben werden sollte. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende dieses Kulturdenkmal  wieder zum Leben zu erwecken!

 

Die Dorfgemeinschaft hat unser Anliegen durch eine Unterschriftenliste unterstützt und unternimmt mit uns einen weiteren mutigen Schritt in die Zukunft. Wir haben uns entschieden, ein besonderes Angebot im Rahmen des DorfDialogs für Märkisch Wilmersdorf in Anspruch zu nehmen: "DorfDialog - Ortsbegehung mit Architekten". Dabei wird es um die Dorfgestaltung gehen und auf jeden Fall auch um den Platz vor unserem Fachwerkhaus. Wir sehen diesem Abenteuer gespannt entgegen!

 

Was die Veranstaltungen auf dem Hof angeht, wagen wir  trotz der vielen Ungewissheiten, die die Pandemie mit sich bringt, eine vorsichtige Planung und freuen uns, durch die Einbeziehung des Innenhofes eine zusätzliche Möglichkeit zur Wahrung des Sicherheitsabstandes bieten zu können. So haben wir an Palmsonntag mit der Palmweihe am Kreuz vor der Scheune begonnen, um anschließend die Hl. Messe, die Weihbischof Dr. Matthias Heinrich hielt, in und neben dem Pferdestall feierlich zu begehen. Welche Kirche bietet schon die Möglichkeit, den Gottesdienst "parterre" vor den geöffneten Türen unter freiem Himmel zu verfolgen! Die gregorianischen Gesänge der Annenschola erklangen sehr schön aus dem Eingangsbereich, der im Zuge der Corona-Maßnahmen quasi als Empore dient.

 

Für das ehrenamtliche Engagement am Mitmachtag (10. April) bot der Hof ausreichend Platz, um in großen Abständen überall verteilt Arbeiten zu verrichten: angefangen vom Einbau einer Küche im Haupthaus und dem anschließenden Säubern über Putz- und Aufräumarbeiten im Pferdestall und im Wohnwagen bis hin zur Gartenarbeit auf dem Freigelände.

 

Ein musikalisches Highlight erwartet Sie in Fortsetzung unserer Konzertreihe am 25. April : Veronika Otto (Gesang und Cello) tritt mit ihrer Tochter Aisha Otto (Gesang) im Rahmen einer meditativen Andacht auf und spielt eine Komposition zu den Sieben Schmerzen Mariens, inspiriert von der gleichnamigen Werkgruppe ihres Onkels, des 2020 verstorbenen Bildhauers Waldemar Otto. Am selben Wochenende findet im Rahmen der TGL (Tage gemeinsamen Lebens) ein Impulsvortrag von Schwester Paula Riemer aus dem Kloster Alexanderdorf zum Thema "Boden" statt.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, möchten Sie allerdings nach wie vor bitten, sich vorher anzumelden und während Ihres Aufenthalts auf die aktuellen Hygienevorschriften zu achten. Bleiben Sie behütet!

 

Es grüßen sie in österlicher Freude

 

Cornelia und das Achor-Team