Newsletter August 2021

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

es fällt mir schwer, die Ereignisse der vergangenen Wochen in einem Rückblick zusammenzufassen.  Der Tod unserer Gründerin Dr. Gisela Kottwitz hinterlässt eine riesige Lücke, deren Größe und Tiefe wir zunächst nicht gewahr wurden, da wir alle unter Schock standen. Sie war und ist die personifizierte Historie des Hofes, hatte sämtliche Sanierungen begleitet und dadurch Kompetenzen erworben, die sie glücklicherweise zunehmend mit uns teilte. Darüber hinaus müssen wir uns nun ihr Timing und ihre Ausdauer beim Verhandeln zu eigen machen, um die Sanierung des Fachwerkhauses und auch die Bildungsarbeit voranzutreiben. Frau Kottwitz gab außerdem nie auf, war stets motiviert, das Beste für den Hof herauszuholen und hielt immer die Fahne hoch, auch wenn andere längst resignierten. Zweifel schien sie nicht zu kennen oder kommunizierte sie nicht. Diese Unermüdlichkeit ist das Erbe, das wir nun antreten. Wir tun es gerne, da wir alle – die Mitglieder und der Freundeskreis des Achor e.V. – finden, dass der Einsatz sich lohnt.

 

Die Trauerfeier für Frau Dr. Gisela Kottwitz fand am 17. Juli 2021 auf dem Achorhof statt. Den Gottesdienst in der durch die Mittel des Bonifatiuswerkes und der Bischof-Konrad-Martin-Stiftung neu erstrahlten Scheune zu feiern war ganz im Sinne von Frau Kottwitz: Dadurch war es möglich, dass die ganze Familie – die Geschwister, die Priester und Ordensleute, die Freunde und der Verein – gemeinsam Abschied nehmen konnten. Der Weihbischof Dr. Matthias Heinrich fand in der Predigt einfühlsame Worte und hob die Prioritäten ihres Lebens hervor, die im Laufe des Nachmittags immer wieder beleuchtet wurden: ihren unerschütterlichen Glauben, ihr Leben als virgo consecrata, ihre Liebe zur (Kirchen)Musik und zu ihren zwei „Kindern“: der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse, die sie mitbegründete, sowie dem Achorverein. Die Schwestern von Alexanderdorf sangen während des Gottesdienstes das Requiem für eine geweihte Jungfrau und Prälat Dr. Stefan Dybowsi leitete die Grabliturgie am Friedhof bei der Dorfkirche, wo Gisela Kottwitz ihrem Wunsch gemäß begraben wurde.

Am 1. August begingen wir ebenfalls in der Scheune das Sechswochenamt für Frau Kottwitz, mit dem wir in einem etwas kleineren Kreis ihrer gedachten. Pfarrer Colling hielt die Hl. Messe und es sang die Annenschola, deren Mitglied Gisela Kottwitz seit 2015 war.

 

Danksagung

An dieser Stelle möchten wir uns bei den sieben Geschwistern von Frau Kottwitz und deren Familien für ihre Kooperation und Hilfsbereitschaft sowie für die lebendigen, rührenden und humorvollen Einblicke in  Gisela Kottwitz‘ Leben bedanken, und ebenso bei allen, die Anteil nahmen, für ihre innigen Worte des Beistands und die großzügigen Spenden!  

 

Ankündigung

Ganz im Sinne und noch unter der Planungshoheit von Frau Dr. Kottwitz findet am 15.08.21 um 16:30 Uhr die musikalische  Andacht assumpta in coelum zu Mariae Himmelfahrt statt. Es erklingen frühbarocke Musik und Werke der Romantik mit Christian Hagitte (Blockflöte, Orgel) und Kathrin Freyburg (Orgel, Stimme und Anleitung). Bei schönem Wetter findet im Freien die traditionelle Kräutersegnung statt. Sehr herzlich möchten wir Sie zu dieser Veranstaltung einladen! Auch unser „Hofcafé“ ist ab 15 Uhr geöffnet. Weitere Infos finden Sie unter Kalender, Konzertreihe und Kontakt.

 

Herzliche Grüße

 

Cornelia und das Achorteam