Newsletter Januar 2020

Claudia Paulin
Claudia Paulin

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

wir wünschen Ihnen ein gesegnetes und gesundes Jahr 2020! Nachdem bereits die Sternsinger unterwegs waren, möchte ich von unserem Krippenspiel im Freien berichten, das am 21.12.19, dem Samstag vor dem 4. Advent, stattfand. 

Obwohl schon Ferien waren, hatten sich aus der 6a der Salvatorschule 16 Schülerinnen und Schüler bereit erklärt, auf dem Achorhof ein Krippenspiel aufzuführen, das sie in den Tagen davor an der Schule eingeübt hatten. Die Requisiten und Kostüme wurden aus den Gemeinden ausgeliehen, vom Jesuskind bis zum Weihrauchfass lag alles bereit. Trotz einiger Unwegsamkeiten – der Zug mit dem Pfarrer als Fahrgast hatte 50 min. Verspätung, das Navi leistete den autofahrenden Eltern aus dem Norden teilweise weniger gute Dienste als der Stern zu Betlehem den Weisen aus dem Morgenland – wurden der Nachmittag und der Abend auf dem Achorhof zu einem unvergesslichen Erlebnis. Da der Gottesdienst nicht pünktlich beginnen konnte, mussten wir das Krippenspiel vorziehen, was den Vorteil hatte, dass es noch hell war und sowohl die Liedtexte als auch das Gelände einigermaßen gut zu erkennen waren, wobei die Dämmerung rasch voranschritt. Die Kinder trugen die Texte mit großer Ernsthaftigkeit und lauten Stimmen vor, das Publikum musste sich auf dem Hof immer wieder neu positionieren und wurde von Schauplatz zu Schauplatz geleitet. 

Der Weg führte vom Eingangstor zum Innenhof; hier war man mit der Bevölkerung unterwegs, die wegen der Volkszählung ihren Geburtsort aufsuchen musste. Im Innenhof stehend konnte man beobachten, wie Maria und Josef verschiedene Male anklopften und zurückgewiesen wurden, bis sie schließlich von einer freundlichen Wirtin in den Stall geführt wurden. Das Publikum blieb keinen Moment untätig, denn immer wieder mussten Lieder gesungen und Wege zurückgelegt werden. Nach der 1. Strophe von „Stille Nacht“ wurde auf ein Licht, das über dem Feld leuchtete, aufmerksam gemacht. Gleichzeitig hörte man das Mähen der Schafe, die angestürmt kamen und von Gaston und Claudia in den Stall gebracht wurden. Nun brach das Publikum auf, um hinter der Scheune auf die Wiese zu gelangen. Da saßen die Hirten um ein ECHTES Lagerfeuer und auch der Hirtenhund Biko sprang aufgeregt umher. Nach dem Lied „Vom Himmel hoch“ erschien der Engel - hinter Gastons Zelt hervortretend - und verkündete die frohe Botschaft. Rasch eilten die Hirten voraus und das Publikum folgte ihnen mit dem Lied „Kommet ihr Hirten“. Als alle im Stall angekommen waren, wurden drei Strophen von „Ihr Kinderlein kommet“ gesungen. Es traten eine blinde Frau, ein Bettler, ein Räuber und ein Soldat vor das Jesuskind, bis die Heiligen Drei Könige den Abschluss bildeten. Um das Jesuskind, das in einer mit Stroh gefüllten Futterkrippe lag, hatte sich eine kleine Gemeinschaft versammelt. Als Schlusslied erklang „O du fröhliche“ und nach einem gebührenden Applaus konnte auch die Hl. Messe endlich stattfinden – am selben Ort: im ehemaligen Pferdestall, der nun eine Kapelle ist.    

 

Umrahmt wurde das Krippenspiel von einem bunten Adventsbasar mit warmen Speisen und Getränken und munteren Gesprächen an den Bistrotischen. Am Abend, als es dann richtig dunkel war und ein klarer Sternenhimmel sich über dem Achorhof wölbte, kamen endlich unsere Fackeln zum Einsatz, die eigentlich schon für das Krippenspiel vorgesehen waren. Es sah wunderschön aus – romantisch, mittelalterlich, mystisch! Als alles vorbei war, setzten wir uns gemütlich im Seminarraum zusammen, um den Tag bei Plätzchen, Geschichten und Gesang ausklingen zu lassen.

 

Wir waren uns einig: Alle Jahre wieder kommt das Christuskind und mit ihm am 4. Advent ein Krippenspiel auf dem Achorhof! Das nächste Mal ist hoffentlich auch der Esel dabei!

 

Herzliche Grüße

 

Cornelia und das Achorteam